Zugriffspfad / Path

Hauptnavigation / Main Navigation

Unternavigation / Sub Navigation

Standardverweise

NASH

Im Jahr 2003 stellte das Institut für Fahrzeugtechnik auf der IAA erst-mals ein Fahrzeug vor, das in der Stadt als reines Elektrofahrzeug fahren aber im Bedarfsfall für lange Strecken einen zusätzlichen Verbrennungsmotor mitführen kann. Fahrzeuge, die über zwei unterschiedliche Antriebsarten verfügen, so die Definition für Hybridfahrzeuge, ermöglichen es, z.B. die Reichweite eines Verbrennungsmotors mit flüssigem Kraftstoff bei Überlandfahrten und die lokale Emissionsfreiheit, den guten Teillastwirkungsgrad und die Möglichkeit der Energierückspeisung beim Bremsen des elektrischen Antriebs mit Batterie zu nutzen. Bekannte Hybridfahrzeuge haben jedoch den Nachteil, immer beide Antriebsarten mitführen zu müssen, was sie schwer und teuer macht und einen Teil der Energie, die eingespart werden könnte, durch erhöhte Fahrwiderstände verloren gehen lässt.

Bei dem vom IFT in Kooperation mit den Firmen Kirsch in Trier sowie Clevertrailer und MES-DEA in der Schweiz entwickelten Konzept lassen sich die Antriebe unabhängig voneinander benutzen und bedarfsweise mitführen, was im Projektnamen N.A.S.H. = New Adaptive Serial Hybrid ausgedrückt wird. Der Aspekt der Adaptivität abhängig von der Transportaufgabe bezieht sich dabei sowohl auf das Antriebskonzept als auch auf Fahrzeuggröße und Gepäckraum.

So kann im Kurzstreckenbetrieb mit dem kompakten Fahrzeug im reinen Elektrobetrieb und ohne Anhänger gefahren werden oder auf Langdistanzen mit Anhänger unter Zuschaltung des integrierten Verbrennungsmotors. Der Motor kann so gesteuert werden, dass er sich fast ständig im optimalen Betriebszustand befindet und daher einen minimalen Kraftstoffverbrauch und nur sehr geringe Emissionen verursacht. Die Verteilung der Energie und die Steuerung der Motoren erfordern dabei ein aufwendiges Energiemanagement.

Ebenfalls im Rahmen des Projekts wurden Mobilitäts- und Einsatzstudien für das Fahrzeugkonzept durchgeführt speziell abgestimmt auf Pendler zwischen den Städten Trier und Luxemburg sowie die Erarbeitung von Marketingkonzepten.

Stefan Kutscheidt, 31. August 2017